Passive Regenerationsverfahren
- Bei passiven Regenerationsverfahren wird keine zusätzliche Wärmeenergie zugeführt.
- Ist die Motorbelastung regelmäßig hoch und es gibt keine längeren Schwachlastphasen sind die passiven, kostengünstigen Verfahren oft die optimale Lösung.
Additiv- Regeneration:
- Dem Kraftstoff wird automatisch durch die Rußpartikelfiltersteuerung oder manuell ein Additiv zugemischt.
- Das Additiv senkt die Rußzündtemperatur von ca. 600°C auf ca. 390°C und beschleunigt den Rußabbrand erheblich.
- Der Ruß (C) wird zu Kohlenstoffdioxid (CO2) oxidiert.
- Wird die Rußzündtemperatur kurzzeitig überschritten, brennt der gesamte Ruß im Filter vollständig ab, auch wenn die Abgastemperatur wieder sinkt.
- Bei der Additiv- Regeneration werden keine Sekundäremissionen (z.B. NO2) freigesetzt.
Kontinuierliche Regeneration:
- Vor dem RPF ist ein katalytischer Vorfilter angeordnet oder der RPF hat eine katalytische Beschichtung.
- Der Vorfilter oder die Beschichtung des RPF oxidieren Stickstoffmonoxid (NO) aus dem Abgas zu Stickstoffdioxid (NO2).
- Das Stickstoffdioxid (NO2) reagiert mit dem Ruß (C) im RPF. Dabei oxidiert der Ruß (C) zu Kohlenstoffdioxid (CO2), Stickstoffdioxid (NO2) wird wieder zu Stickstoffmonoxid (NO) reduziert.
- Die kontinuierliche Regeneration läuft relativ langsam ab und benötigt eine Abgastemperatur im Bereich von 280°C - 450°C und ein Ruß/ NO2 Verhältnis von mindestens 1/15.
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